Betriebsklima
Trotz merklicher Abkühlung der Chemiekonjunktur fühlen sich die Chemiemanager in ihrem derzeitigen Umfeld noch recht wohl. Die meisten Unternehmen sind wesentlich besser als 2008 auf konjunkturelle Einbrüche vorbereitet. Eine Unbekannte ist dabei noch die Bewältigung der Eurokrise, bei der noch niemand so richtig abschätzen kann, welche Folgen sich daraus für die in- und ausländischen Märkte ergeben können. Die Belegschaft sieht aber dieses Mal wesentlich gelassener auf die diesbezüglichen politischen Entscheidungen. Entsprechend gut ist derzeit noch die Stimmung in dieser Branche. Wechselbereitschaft besteht nur dann, wenn die neue Position eine wirkliche berufliche bzw. finanzielle Perspektive bietet. Sonst bleibt man in bekannt heimischen Gefilden.
Die Energiebranche dagegen kämpft nach wie vor mit den Auswirkungen der Energiewende. Der Solarbranche macht die Kürzung der Fördermittel zu schaffen. Aus diesem Grund erwarten die deutschen Hersteller einen empfindlichen Absatzeinbruch, der sich auch im Personalabbau bemerkbar machen wird. Aber auch die Energieversorgungsunternehmen bleiben nicht verschont und sind derzeit dabei, ihre Personalanpassungsmaßnahmen - wenn auch sozial verträglich - in die Tat umzusetzen. Dies schlägt auf die Stimmung der gesamten Branche. Die Ausschau nach Alternativjobs in anderen Branchen führt übrigens zu der Erkenntnis, dass in der Energie in der Vergangenheit überdurchschnittlich gut bezahlt wurde. Angebote anderer Industriezweige liegen teilweise erheblich unter dem jetzigen Gehaltsniveau.